Tarifinfo Nr.3

Kfz-Handwerk Mecklenburg-Vorpommern: 1. Verhandlungsrunde - Wertschätzung sieht anders aus

(19.05.2021) Die erste Verhandlungsrunde im Kfz-Handwerk Mecklenburg-Vorpommern endete ohne Ergebnis. Stattdessen provozierten die Arbeitgeber: Sie wollen die Corona-Krise für sich ausnutzen.

Am 12. Mai 2021 fand in Rostock die erste Verhandlungsrunde für das Kfz-Handwerk Mecklenburg-Vorpommern statt.

Die IG Metall begründet ausführlich ihre Forderung von +4% mehr Entgelt für 12 Monate,
verbindliche Angleichungsschritte an das Tarifgebiet Schleswig-Holstein sowie eine ordentliche Erhöhung der Ausbildungsvergütung.

Das Kfz-Handwerk ist durch den starken Einsatz der Beschäftigten viel besser durch die Krise gekommen, als der Rest der Wirtschaft. Die Aussichten für das Jahr 2021 sehen gut aus - die Wirtschaftsweisen prognostizieren ein Wirtschaftswachstum von 3% bis 4%!

Trotz dieser guten wirtschaftlichen Zahlen, will die Arbeitgeberseite die Corona-Pandemie für sich ausnutzen.

- Eine Entgelterhöhung wäre für die Betriebe wirtschaftlich nicht darstellbar, eine 4% Forderung wäre richtig. Die Mitarbeiter kosten jetzt schon zu viel.

- Der Strukturwandel im Kfz Gewerbe - Stichwort Elektromobilität - würde zu hohen Investitionskosten führen, genauso wie die Kosten für die Digitalisierung.

- Es gibt kein Angebot der Arbeitgeberseite in der ersten Verhandlung.

Das ist eine Provokation!

Bei einer voraussichtlichen Preissteigerungsrate im Jahr 2021 von über 2% bedeutet dieses ein Griff ins Portmonee der Beschäftigten. Das können wir uns nicht bieten lassen!

Die Leistung aller Beschäftigten während der Corona-Pandemie muss honoriert werden. Lohnverzicht ist nicht die richtige Antwort.

Jetzt werden unsere Argumente Beine bekommen müssen. Unsere Tarifkommissionsmitglieder werden jetzt Warnstreiks in den Betrieben aktiv vorbereiten!

Weitere Informationen erfolgen zeitnah



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